Hilfeleistungslöschfahrzeug 16/20/2


Allgemeine Informationen

Fahrzeugtyp
HLF 16/20/2
Besatzung
0 / 1 / 6 / 7
Funkrufname
Florian Soest 1 HLF20 1
Standort
Löschzug 1/2  (Innenstadt)

Technische Daten

Fahrgestell
MAN MA-LF 14.284
Aufbau
Ziegler
Baujahr
2000
Hubraum
6871 ccm
Motorleistung
206 kW  (280 PS)
Geschwindigkeit
95 km/h
Maße (L | B | H)
8250 / 2500 / 3200
Getriebe
Automatik
Gewicht
14.500 kg

Das HLF 16/20/2 (Funkrufname Florian Soest 1 HLF20-1) ist Bestandteil des Lösch- und Hilfeleistungszuges der Feuerwehr Soest. Es rückt zusätzlich auch bei Gefahrstoffeinsätzen als erstes Fahrzeug aus und deckt somit das gesamte Spektrum der Einsätze ab. Aus diesen Gründen ist es sehr umfangreich ausgestattet. Neben einen Löschwassertank mit einem Volumen von 2000 l, besitzt es einen Schaummitteltank mit einem Inhalt von 200 l. Das Schaummittel wird über eine sog. Druckzumischanlage direkt dem Löschwasserstrom beigemischt. Die eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe leistet 1.600 l/min bei einem Druck von 8 bar. Damit können handgeführte Schlauchleitungen, die Druckzumischanlage und ein Schaum-Wasser-Werfer auf dem Fahrzeugdach versorgt werden.

Der siebenköpfigen Besatzung steht zudem eine große Palette an Geräten für die technische Hilfeleistung zur Verfügung. Zur Rettung von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen, dient ein hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer, Schneidgerät, Rettungszylindern und Pedalschneider. Das erforderliche Zubehör wie Geräte zum Zerstören und Entfernen von Autoscheiben, Schutzabdeckungen für scharfe Kanten, Unterbaumaterial zur Stabilisierung und verschiedene Hebegeräte ist ebenfalls verlastet. Zum Sichern bzw. Aufrichten von Fahrzeugen dient die eingebaute Seilwinde mit einer kontinuierlichen Zugkraft von 5 Tonnen und einer Seillänge von 50 m. Entsprechend der unterschiedlichen Materialien ist auch die Ausstattung mit Trenngeräten angepasst. So ist je eine Motorsäge, ein Motortrennschleifer und eine Rettungskettensäge vorhanden.

Besonderer Wert wird auf den Schutz der Mannschaft gelegt. Ihr stehen vier Atemschutzgeräte in Überdrucktechnik zur Verfügung, wovon drei Stück bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle angelegt werden können. Zur besseren Orientierung im Rauch, kann der Angriffstrupp eine Infrarot-Wärmebildkamera nutzen. Weiterhin werden zwei Chemikalienschutzanzüge, ein Eisrettungsanzug, eine Strahlenschutzgrundausstattung und ein Satz Absturzsicherung mitgeführt. Für Hochwassereinsätze ist eine elektrische Tauchpumpe (400l/min) und eine Turbinentauchpumpe (1.200l/min) vorhanden. Die Energie für die elektrischen Betriebsmittel stellt eine Generator zur Verfügung, der auch den Lichtmast am Heck des Fahrzeuges und zusätzlich zwei Scheinwerfer auf einem tragbaren Stativ mit Strom versorgen kann. Der Sprungretter, das Verkehrsicherungsmaterial, eine Schleifkorbtrage, eine Schaufeltrage und ein Rettungsrucksack mit einem automatischen externen Defibrillator komplettieren die Ausstattung. Insgesamt sind auf dem Fahrzeug ca. 180 verschiedene Geräte vorhanden.